Um 2:03 Uhr morgens hämmerte jemand so heftig gegen meine Haustür, dass ich dachte, der Rahmen würde brechen. Schon halb wach vom Prasseln des Regens gegen mein Fenster, fragte ich mich einen kurzen, desorientierten Moment lang, ob vielleicht ein Ast während des Sturms abgebrochen war. Dann hörte ich meinen Namen.
"Emilia! Emily, bitte!"
Das war meine Schwester.
Ich rannte barfuß den Flur entlang, riss das Schloss auf und fand Sarah zusammengesunken am Verandageländer, als wäre sie dort zurückgelassen worden. Ihr blondes Haar war vom Regen durchnässt und schwarz gefärbt, ein Mundwinkel war eingerissen, und ihr rechter Arm drückte sie an die Rippen. Als sie zu mir aufblickte, war ihr Blick wild, gequält – so hatte ich sie noch nie gesehen.
„Hilf mir“, flüsterte sie, dann sank sie in meine Arme.
Sarah war neunundzwanzig – eigensinnig, scharfsinnig und meist die imposanteste Erscheinung im Raum. Der Anblick, wie sie an mir zusammensackte, ließ mich erschaudern. Ich zog sie ins Haus, stieß die Tür zu und setzte sie auf den Wohnzimmerteppich. Sie schrie auf, sobald ihre Seite den Boden berührte.
„Ich glaube …“ Sie holte tief Luft und verzog schmerzhaft das Gesicht. „Ich glaube, ich habe mir eine Rippe gebrochen.“
Mein Handy vibrierte in der Tasche meines Bademantels. Ich hätte es beinahe ignoriert, aber als ich es herausnahm und Mamas Namen auf dem Display sah, überkam mich eine Welle der Angst.
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