Knobelaufgaben fesseln unsere Aufmerksamkeit auf besondere Weise, weil sie uns zum Innehalten, Nachdenken und zur Betrachtung alltäglicher Ideen aus einem neuen Blickwinkel anregen. Anders als herkömmliche Mathematikaufgaben basieren viele beliebte Rätsel auf Sprache und Logik statt allein auf Zahlen. Sie sind darauf ausgelegt, unser Denken auf subtile Weise auszutricksen und die Leser dazu zu bringen, innezuhalten und ihre ersten Annahmen zu hinterfragen. Eines der bekanntesten Beispiele, das online und in Schulen geteilt wird, ist das klassische „Sechs-Eier-Rätsel“, das immer wieder Diskussionen auslöst, gerade weil es viel einfacher erscheint, als es tatsächlich ist.
Das Rätsel ist meist recht einfach formuliert: „Ich habe sechs Eier. Zwei habe ich zerbrochen, zwei gebraten und zwei gegessen. Wie viele Eier sind noch übrig?“ Auf den ersten Blick scheinen drei separate Handlungen mit verschiedenen Eiern beschrieben zu sein. Deshalb addieren viele instinktiv die Zahlen und nehmen an, dass alle sechs Eier weg sind. Diese schnelle Antwort erscheint logisch und befriedigend, weshalb viele Leser hier aufhören. Das Rätsel funktioniert, weil es ausnutzt, wie leicht wir Informationen überfliegen und Lücken füllen, ohne das Gesagte vollständig zu analysieren.
