2. Die neue Rolle der Tiere im Recht
Bild: IMAGO / Panama Pictures
Was früher kaum denkbar war, ist nun Realität: Haustiere werden in Italien erstmals nicht mehr als Eigentum, sondern als eigenständige Rechtssubjekte betrachtet. Dieser juristische Paradigmenwechsel ist möglich geworden, weil 2022 die italienische Verfassung ergänzt wurde – mit dem ausdrücklichen Hinweis auf den Schutz von Tieren als fühlende Wesen. Das neue Gesetz ist somit kein isolierter Einfall, sondern Teil eines tiefgreifenden Wandels im Verständnis vom Tierwohl.
Für viele Aktivistinnen und Aktivisten ist das ein lang ersehnter Erfolg. Denn wenn Tiere gesetzlich Subjekte mit eigenem Schutzanspruch sind, lassen sich Misshandlungen nicht länger nur als „Eigentumsdelikte“ werten. Stattdessen rückt das Leid der Tiere selbst in den Mittelpunkt. Ein Ansatz, der auch international Beachtung findet.
3. Harte Strafen für Tierquäler
Bild: IMAGO / Panthermedia
Mit dem neuen Gesetz reagiert Italien klar auf bisherige Grauzonen im Umgang mit Tierquälerei. Wer ein Haustier grundlos tötet, muss künftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu vier Jahren rechnen – vor allem dann, wenn dem Tier dabei besondere Qualen zugefügt wurden. Auch für das Aussetzen oder das Nichtbeachten artgerechter Haltung sind Geldstrafen bis zu 60.000 Euro vorgesehen.
Diese Strafverschärfungen betreffen auch jene, die an illegalen Tierkämpfen teilnehmen – nicht nur Veranstalter, sondern sogar Besucher können belangt werden. Für viele Beobachter ein klares Signal: Tierquälerei wird nicht länger als Kavaliersdelikt behandelt. Doch reichen diese Maßnahmen wirklich aus? Kritiker mahnen: Die Praxis muss beweisen, ob die Härte des Gesetzes auch auf der Straße gilt.
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