Das Besorgniserregendste ist, dass Nierenschäden im Frühstadium oft symptomlos verlaufen. Es treten keine Schmerzen oder offensichtliche Anzeichen auf. Allenfalls können Müdigkeit, leichte Schwellungen an Füßen oder Knöcheln, Veränderungen des Urins oder ein allgemeines Unwohlsein auftreten, das leicht mit Stress oder Schlafmangel verwechselt werden kann.
Wird die zugrunde liegende Ursache nicht behandelt, verschlimmert sich der Schaden mit der Zeit. Die Nieren verlieren ihre Filterleistung, Giftstoffe reichern sich im Körper an, und es treten ausgeprägtere Symptome auf: erhebliche Schwellungen, extreme Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, deutliche Veränderungen des Urins und schwer kontrollierbare Blutdruckprobleme.
Vergleichsbilder zeigen oft eine Niere mit gesunden Blutgefäßen und die andere mit kollabierten oder beschädigten Strukturen. Dies ist das Ergebnis jahrelanger Gewohnheiten und kein Problem, das über Nacht auftritt. Deshalb ist Vorbeugung genauso wichtig wie Behandlung.
Einer der weitverbreitetsten Irrtümer ist, dass nur ältere Menschen an Nierenproblemen leiden. Tatsächlich werden immer mehr Fälle bei jungen Erwachsenen und sogar bei scheinbar gesunden Menschen diagnostiziert. Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und der übermäßige Gebrauch bestimmter Medikamente ohne ärztliche Aufsicht tragen zu diesen Problemen bei.
Der übermäßige Gebrauch von Schmerzmitteln ist ein weiteres heikles Thema. Viele Menschen nehmen regelmäßig Schmerzmittel ein, ohne zu bedenken, dass einige bei übermäßigem Gebrauch die Nieren schädigen können. Was als kurzfristige Linderung beginnt, kann sich zu einem ernsthaften Langzeitproblem entwickeln.
